CNC-Drehen: So fertigen Sie Präzisionsteile effizient mit der richtigen CNC-Drehmaschine

Einführung: Was verstehen wir unter CNC-Drehen bei SAEILO?

Beim CNC-Drehen rotiert das Werkstück in der Hauptspindel, während ein Schneidwerkzeug über computergesteuerte Achsen die gewünschte Form erzeugt. Die CNC-Steuerung (Computerized Numerical Control) übernimmt dabei Drehzahl, Vorschub und Werkzeugbewegung nach einem NC-Programm. CNC-Drehmaschinen bieten höchste Genauigkeiten im Hundertstel-Millimeter-Bereich und eine hohe Wiederholgenauigkeit, die durch manuelles Drehen unmöglich erreicht werden können. Das Verfahren ist effizient für Klein- und Großserienfertigungen und ermöglicht Toleranzen im Mikrometerbereich.

Für deutsche Produktionsbetriebe und Lohnfertigung ist CNC-Drehen 2026 aus offensichtlichen Gründen relevant: In der Metallbearbeitung melden immer mehr Betriebe offene Stellen, die sie nicht besetzen können. Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig steigt der Druck auf kürzere Lieferzeiten.

Die vier Kernvorteile von CNC-Drehen auf einen Blick:

  • Integration von Drehen und CNC-Fräsen in einer Aufspannung durch angetriebene Werkzeuge
  • Präzision im Hundertstel- und Mikrometerbereich bei der Herstellung von Drehteilen
  • Wiederholgenauigkeit über viele Bauteile auch bei unterschiedlichen Metallen wie Stahl, Aluminium und Kupfer hinweg
  • Automatisierung durch Stangenlademagazine, automatischen Werkzeugwechsel und Gegenspindeln
Schraube mit Gewinde
CNC-Drehmaschinen können richtig eingesetzt die Produkitvität Ihres Unternehmens stark steigern und gleichzeitig die Qualität ihrer Ergebnisse stark verbessern im Vergleich zur Produktion mit manuellen Drehmaschinen.

Grundlagen: Wie funktioniert CNC-Bearbeitung beim Drehen technisch?

Im Gegensatz zum konventionellen Drehen, bei dem der Maschinenbediener Vorschub und Zustellung von Hand steuert, arbeitet eine CNC-Drehmaschine nach einem NC-Programm. CNC-Drehmaschinen nutzen CAD- und CAM-Daten zur Steuerung: Ein 3D-CAD-Modell wird über CAM-Software aufbereitet, ein Postprozessor generiert daraus G- und M-Code, den die Steuerung direkt verarbeitet. Die Programmierung und Werkstattprogrammierung ersetzen manuelle Anweisungen durch präzise digitale Daten. CNC-Drehmaschinen bieten eine hohe Wiederholgenauigkeit bei der Bearbeitung, weil jede Achsbewegung digital kontrolliert wird. Moderne CNC-Maschinen verfügen über angetriebene Werkzeuge und eine C-Achse, sodass Stillstandzeiten durch Umspannen möglichst reduziert werden und Werkstücke in einer Aufspannung entstehen.

Aufbau einer CNC-Drehmaschine: Wichtige Komponenten im Überblick

Was eine moderne CNC-Drehmaschine mitbringen sollte:

  • Hauptspindel: Rundlaufabweichung unter 0,005 mm, ausreichend Leistung für den jeweiligen Werkstoff und Durchmesser
  • Spannfutter oder Spannzangen: definieren die Rundlaufgüte am Werkstück
  • Werkzeugrevolver: mindestens 12 Plätze, idealerweise mit angetriebenen Werkzeugen für Bohr- und Fräsarbeit
  • Führungen und Maschinenbett: Steifigkeit und thermische Stabilität bestimmen Schwingungsverhalten und Maßhaltigkeit der CNC-Drehteilen
  • CNC-Steuerung: moderne Steuerung mit Bedienoberfläche für Werkstattprogrammierung
  • Kühlmittelsystem und Späneförderer: Kühlung und automatische Späneabfuhr für prozesssicheren Betrieb

Der Unterschied zwischen einer einfachen Drehmaschine und einem Drehzentrum wie der LT-300 MYS liegt in der Ausstattung mit Gegenspindel, Y-Achse und Stangenlader. Solche Maschinen reduzieren Zykluszeiten bei Mehroperationsteilen um einen sehr relevanten Faktor.

CNC-Drehzentrum
CNC-Drehmaschinen mit einer Gegenspindel und C-Achse können Umspannzeiten minimieren und damit die Produktion drastisch steigern.

Werkzeug- und Betriebsstoffkosten: Werkzeugkosten für Standardwerkzeuge, Spannmittelpflege, Schmierstoffe und Kühlschmierstoffe. Die Abgrenzung zu auftragsbezogenen Werkzeugeinzelkosten ist dabei entscheidend für die Kostenträgerrechnung.

Kalkulatorische Abschreibung: Der Wertverlust der Maschine über die Nutzungsdauer. Berechnet aus dem Wiederbeschaffungswert-Restwert/Nutzungsdauer.

Kalkulatorische Zinsen: Die Kosten der Kapitalbindung.

Raumkosten: Aufstellfläche inkl. Bedien- und Sicherheitszonen.

Energie- und Stromkosten: Der Stromverbrauch zählt zu den klassischen maschinenabhängigen variablen Kosten. Der Energieverbrauch wird so berechnet: Leistungsaufnahme der Maschine * Betriebsstunden und Arbeitspreis pro kWh.

Wartung und Instandhaltung: Eine realistische Kalkulation erfordert die Berücksichtigung von Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Versicherungen und sonstige Fixkosten: Maschinenbruchversicherung, Softwarewartung (CNC-Steuerung, CAM), Kühlmittelaufbereitung – Positionen

Wichtige Prozessparameter beim CNC-Drehen

Vier Kernparameter bestimmen beim CNC-Drehen die Qualität des Ergebnisses, die Standzeit des Werkzeugs und die Prozesssicherheit: Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, Schnitttiefe und die Geometrie der Werkzeuge.

Schnittgeschwindigkeit (Vc) – Das Herzstück der Bearbeitung

Die Schnittgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell sich die Oberfläche des Werkstücks am Werkzeug vorbeibewegt. Sie wird in Metern pro Minute (m/min) angegeben und sollte anhand des zu bearbeitenden Materials gewählt werden.

Die Berechnung erfolgt mit folgender Formel:

Vc = (π × D × n) / 1000

Dabei gilt:

  • D = Durchmesser des Werkstücks in Millimetern
  • n = Drehzahl in Umdrehungen pro Minute

Vorschub (f) – Entscheidend für die Bearbeitung

Der Vorschub gibt an, wie weit sich das Werkzeug während einer Umdrehung des Werkstücks bewegt. Er hat einen großen Einfluss auf die Bearbeitungszeit und die Oberflächenqualität.

Beim Schruppen kann ein größerer Vorschub gewählt werden, um möglichst schnell Material abzutragen. Beim Schlichten wird dagegen meist ein kleinerer Vorschub verwendet, um eine bessere und gleichmäßigere Oberfläche zu erzielen.

Schnitttiefe (ap) – Wie viel Material soll abgetragen werden?

Die Schnitttiefe beschreibt, wie tief das Werkzeug bei einem Schnitt in das Werkstück eindringt und wieviel Material abgetragen wird pro Durchgang. Auch hier kommt es darauf an, ob geschruppt oder geschlichtet wird.

Beim Schruppen wird möglichst viel Material abgetragen. Ein tiefer Schnitt mit mit einer hohen Schnitttiefe führt zu einer erhöhten Belastung des Werkzeugs. Es kann sinnvoll sein, mehrere Schnitte mit einer moderaten Schnitttiefe durchzuführen, anstatt einen einzigen sehr tiefen Schnitt zu wählen. Dadurch werden Werkzeug und Maschine weniger stark belastet. Je nach Anwendungsfall muss abgewägt werden, welcher Variante wirtschaftlicher ist.

Werkzeuggeometrie – Die oft unterschätzten Faktoren

Auch die Geometrie des Drehmeißels spielt eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem Spanwinkel, Freiwinkel und Eckenradius. Diese Faktoren beeinflussen die Schnittkräfte, die Standzeit des Werkzeugs und die Qualität der bearbeiteten Oberfläche.

Ein größerer Eckenradius führt zu einer höheren Stabilität des Werkzeugs. Ein kleinerer Eckenradius reduziert dagegen die Schnittkräfte und kann bei bestimmten Bearbeitungen vorteilhaft sein.

Letztendlich sollte die Werkzeuggeometrie immer passend zum Werkstoff, zur Bearbeitungsaufgabe und zu den Bedingungen der Werkzeugmaschine gewählt werden. Sollte es zu Schwingungen oder Vibrationen bei der Bearbeitung kommen, können die Hersteller von Schneidwerkzeugen häufig als Ansprechpartner dienen, wie man die Probleme reduzieren kann

Beim Einfahren neuer Programme empfiehlt sich folgendes Vorgehen: konservative Werte wählen, Spanbild und Form der Späne beurteilen, Temperatur an Werkzeug und Werkstück überwachen, dann schrittweise optimieren und die Ergebnisse verbessern.

Schneidplatte mit Winkeln
Die Winkel an einer Schneidplatte

Materialien und typische CNC-Drehteile in der Praxis

Drehverfahren ermöglicht die Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen in großer Vielfalt. CNC-Drehmaschinen verarbeiten eine Vielzahl von Materialien. CNC-Drehen bearbeitet Materialien wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe, aber auch Messing, Kupferlegierungen und Sonderwerkstoffe.

Hier mal eine kleine Auswahl von werkstoffspezifischen Besonderheiten beim Drehen:

  • C45: Gute Zerspanbarkeit; Hartmetall-Wendeschneidplatten sind für Stahl und Edelstahl Standard.
  • 11SMn30: Automatenstähle bieten haben sehr gute Eigenschaften für die Zerspanung, da sie für die automatisierte Zerspanung hergestellt werden.
  • Aluminium 6082 / 7075: Für Aluminium sind polierte Hartmetalle oder PKD-Werkzeuge geeignet. Hohe Drehzahlen, scharfe Geometrien am Schneidwerkzeug und gute Kühlmittelversorgung verhindern Aufbauschneiden.
  • Edelstahl (1.4301, 1.4404): Zähe Späne, schlechte Wärmeleitfähigkeit.
  • Kunststoffe (POM, PA6): Die Erweichungs- und Schmelztemperaturen von Kunststoffen sind viel niedriger als die von Metallen.

SAEILO als Partner: CNC-Drehmaschinen, Service & Unterstützung

SAEILO GmbH ist seit 1981 im deutschen Markt aktiv und liefert CNC-Drehmaschinen, Fräsmaschinen (konventionell und CNC) und Schleifmaschinen an Produktionsbetriebe und Ausbildungseinrichtungen. Als Unternehmen mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar betreibt SAEILO ein eigenes umfangreiches Ersatzteillager in Deutschland und ein Vorührcenter für Testbearbeitungen auf Wunsch auch mit Kundenwerkstücken.

Leistungen rund um die Bestellung:

  • Technische Beratung zur Auswahl der passenden Drehmaschine anhand Werkstück-Größe, Fertigungsverfahren, Werkstoff und Stückzahlen
  • Inbetriebnahme beim Kunden, Schulung für das Team und Unterstützung bei der Programmierung (SIEMENS)
  • Technischer Service mit Wartung, Reparatur(herstellerunabhängig), Ersatzteilversorgung ab deutschem Lager

Senden Sie uns Ihre Zeichnungen und Anforderungen für Ihre CNC-Drehteile. Unser Team sucht gemeinsam mit Ihnen die passende Maschine mit Zubehör für Ihre Fertigung. Ob Einzelteil oder Serie: SAEILO ist Ihr Partner für Produkte, Ressourcen und Netzwerk rund um das CNC-Drehen in der deutschen Industrie.

Das ist SAEILO

Seit 1981 bietet SAEILO Werkzeugmaschinen an, die für den heimischen deutschen Markt konstruiert werden. Hauptabnehmer sind das Herz der deutschen Industrie: Mittelständische Unternehmen. SAEILO Maschinen sind ideal für mittelständische Fertigungsbetriebe, die auf zuverlässige Produktionsprozesse, geringe Ausfallzeiten und langfristige Wirtschaftlichkeit angewiesen sind. Durch die robuste Bauweise und hohe Maschinenverfügbarkeit eignen sie sich perfekt für den täglichen industriellen Einsatz. Hochwertige Materialien, langlebige Konstruktionen und nachhaltige Technik sorgen für echte Investitionssicherheit.

Der SAEILO-Service ist eine tragende Säule des Unternehmens, der durch seine Zuverlässigkeit und schnelles Handeln überzeugen kann. Deshalb setzen wir auf schnelle technische Unterstützung, direkte Kommunikation und lösungsorientierten Service. Durch unsere langjährige Erfahrung können Probleme effizient erkannt und schnell behoben werden.

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